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German Edition

Economics

Wirtschaft und Gesellschaft

German BooksWhale Edition by Max Weber

Webers Hauptwerk über Herrschaft, Wirtschaft, Recht, Bürokratie, Religion und soziale Ordnung.

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Wirtschaft und Gesellschaft

Wirtschaft und Gesellschaft gehört zu den einflussreichsten Werken der modernen Sozialwissenschaft. Max Weber analysiert Herrschaft, Bürokratie, Recht, Wirtschaft, Religion und soziale Ordnung in einer deutschen Originalausgabe für Leser von Soziologie, Ökonomie und Politik.

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Max Weber starb 1920 und Wirtschaft und Gesellschaft erschien 1922; diese Daten stützen die Gemeinfreiheit dieser deutschen Originalausgabe.

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Wirtschaft und Gesellschaft

Max Weber

Wirtschaft und Gesellschaft

BEARBEITET

VON

MAX WEBER

TÜBINGEN 1922

Dem Andenken

meiner Mutter

Helene Weber geb. Fallenstein

X

VII

Inhaltsverzeichnis.

Erster Teil:

Die W^irtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte.

Seite

Kapitel I. SoziologischeGrundbegriffe 1—30

§ 1. I. Methodische Grundlagen 1

II. Begriff des sozialen Handelns 1

§ 2. Arten des sozialen Handelns 12

§ 3. Die soziale Beziehung 13

§ 4, Typen des sozialen Handelns, Brauch, Sitte 14

§ 5. Begriff der legitimen Ordnung 16

§ 6. Arten der legitimen Ordnung: Konvention und Recht !7

§ 7. Legitime Ordnung 19

§ 8. Begriff des Kampfes 20

§ 9. Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung 21

§ 10. Offene und geschlossene Beziehungen 23

§ 11. Vertretungsgewalt 25

§ 12. Begriff und Arten der Verbände 26

§ 13. Ordnungen eines Verbandes 27

§ 14. Verwaltungsordnung und Regulierungsordnung 27

§ 15. Betrieb und Betriebsverband, Verein, Anstalt 28

§ 16. Macht und Herrschaft 28

§ 17. Politischer Verband, Hierokratischer Verband 29

Kapitel II. Soziologische Grundkategorien des Wirtschaf-

tens 31—121

§ 1. Begriff des Wirtschaftens 31

§ 2. Begriff der Nutzleistung 34

§ 3. Wirtschaftliche Orientierung des Handelns 35

§ 4. Typische Maßregeln des rationalen Wirtschaftens 35

§ 5. Arten wirtschaftlicher Verbände 37

§ 6. Tauschmittel, Zahlungsmittel, Geld 38

§ 7. Primäre Konsequenzen typischen Geldgebrauchs, Kredit 41

§ 8. Markt 43

§ 9. Formale und materiale Rationalität der Wirtschaft 44

§ 10. Rationalität der Geldrechnung, Haushalt 45

§ 11. Begriff und Arten des Erwerbens, Kapitalrechnung 48

§ 12. Naturalrechnung 53

§ 13. Formale und materiale Rationalität der Geldwirtschaft 58

VIII Inhalt.

Seite

§ 14. Verkehrswirtschaft und Planwirtschaft 59

§ 15. Typen wirtschaftlicher Leistungsverteilung (Allgemeines) 62

§§ 16. 17. Typen technischer Leistungsverteilung 66

§ 18. Soziale Leistungsverteilung 67

§ 19. Appropriation der Arbeitsverwertung 69

§ 20. Appropriation der Beschaffungsmittel 73

§ 21. Appropriation der Leistung 77

§§ 22. 23. Expropriation der Arbeiter von den Beschaffungsmitteln 77

§ 24. Beruf und Arten der Berufsgliederung 80

§ 24 a. Hauptformen der Appropriations- und Marktbeziehungen 82

§ 25. Bedingungen rechnungsmäßiger Leistung: Angepaßtheit, Arbeitsübung, Arbeits- neigung usw 86

§ 26. Rechnungsfremde Leistungsvergemeinschaftung 88

§ 27. Kapitalgüter, Kapitalrechnung 89

§§ 28. 29. 29 a. Begriff und Formen des Handels 90

§ 30, Höchstmaß formaler Rationalität der Kapitalrechnung 94

§ 31. Typische Richtungen ,, kapitalistischer" Orientierung des Erwerbs .... 95 § 32. Die Geldverfassung des modernen Staats und die verschiedenen Geldarten.

Kurantgeld 97

§ 33. Sperrgeld 102

§ 34. Notales Geld 104

§ 35. Formale und materiale Geltung des Geldes 105

§ 36. Mittel und Ziele der Geldpolitik. Exkurs über die staatliche Theorie des Geldes 106

§37. Außermonetäre Bedeutung politischer Verbände für die Wirtschaft .... 114

§ 38. Finanzierung politischer Verbände 114

§ 39. Rückwirkung auf die Privatwirtschaften 117

§ 40. Einfluß der Wirtschaft auf die Verbandsbildung 118

§ 41. Die Triebfeder des Wirtschaf tens 119

Kapitel III. D i e Ty p e n d e r H e r r s c h a f t 122—176

§ 1. Definition, Bedingung und Arten der Herrschaft. Legitimität 122

§ 2. Die drei reinen Typen legitimer Herrschaft 124

§§ 3. 4. Legale Herrschaft: Reiner Typus mittels bürokratischen Verwaltungsstabes 126

§ 5. Die bürokratisch-monokratische Verwaltung 128

§§ 6. 7. Traditionale Herrschaft 130

§ 7 a. Gerontokratie, Patriarchalismus, Patrimonialismus 133

§ 8. Unterhalt des patrimonialen Dieners 136

§ 9. Ständisch-patrimoniale Herrschaft 136

§ 9 a. Traditionale Herrschaft und Wirtschaft 137

§ 10. Charismatische Herrschaft, ihre Merkmale und Vergemeinschaftungen . . . 140

§§ 11. 12. 12 a. Die Veralltäglichung des Charisma und ihre Wirkung 144

§ 12 b. Feudalismus, Lehensfeudalismus 148

§ 12 c. Pfründen- und sonstiger Feudalismus 151

§ 13. Vermischung der verschiedenen Herrschaftstypen 153

§ 14. Die herrschaftsfremde Umdeutung des Charisma 155

§ 15. Kollegialität und Gewaltenteilung 158

§ 16. Spezifizierte Gewaltenteilung 165

§ 17. Beziehungen der politischen Gewaltenteilung zur Wirtschaft 166

§ 18. Begriff und Wesen der Parteien 167

§ 19. Herrschaftsfremde Verbandsverwaltung und Repräsentantenverwaltung . . 169

§ 20. Honoratiorenverwaltung 170

§ 21. Wesen und Formen der Repräsentation 171

§ 22. Repräsentation durch Interessenvertreter 174

Inhalt. IX

Seite

Kapitel IV. StändeundKlassen 177—180

§ 1. Begriffe: Klassenlage, Klasse usw 177

§ 2. Bedeutung der Erwerbsklasse 178

§ 3. Ständische Lage, Stand 179

Zweiter Teil.

Typen der Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung.

Preview chapterPart 2Preview

Die Möglichkeit ist nun gegeben, daß künftige Forschung auch u n verstehbare Re- gelmäßigkeiten für sinn haft besondertes Verhalten auffindet, so wenig dies bisher der Fall ist. Unterschiede des biologischen Erbguts (der ,, Rassen") z. B. würden — wenn und soweit der statistisch schlüssige Nachweis des Einflusses auf die Art des soziologisch relevanten Sichverhaltens, also: insbesondre des sozialen Handelns in der Art seiner Sinn bezogenheit, erbracht würde, — für die Soziologie als Ge- gebenheiten ganz ebenso hinzunehmen sein, wie die physiologischen Tatsachen etwa der Art des Nahrungsbedarfs oder der Wirkung der Seneszenz auf das Handeln. Und das Anerkenntnis ihrer kausalen Bedeutung würde natürlich die Aufgaben der Sozio- logie (und der Wissenschaften vom Handeln überhaupt): die sinnhaft orientierten Händlungen deutend zu verstehen, nicht im mindesten ändern. Sie würde in ihre verständlich deutbaren Motivationszusammenhänge an gewissen Punkten nur u n- verstehbare Tatsachen (etwa: typische Zusammenhänge der Häufigkeit bestimmter Zielrichtungen des Handelns, oder des Grades seiner typischen Rationalität, mit Schädelindex oder Hautfarbe oder welchen andren physiologischen Erbqualitäten immer) einschalten, wie sie sich schon heute (s. o.) darin vorfinden.

5. Verstehen kann heißen: 1) das aktuelle Verstehen des gemeinten Sinnes einer Handlung (einschließhch: einer Aeußerung). Wir „verstehen" z. B. aktuell den Sinn des Satzes 2x2=4, den wir hören oder lesen (rationales aktuelles Ver- stehen von Gedanken) oder einen Zornausbruch, der sich in Gesichtsausdruck, Interjektionen, irrationalen Bewegungen manifestiert (irrationales aktuelles Ver-

4 Kapitel I. Soziologische Grundbegriffe,

stehen von Affekten) oder das Verhalten eines Holzhackers oder jemandes, der nach der Klinke greift um die Tür zu schließen oder der auf ein Tier mit dem Gewehr anlegt (rationales aktuelles Verstehen von Handlungen). — Verstehen kann aber auch heißen : 2) erklärendes Verstehen. Wir „verstehen" motivationsmäßig, welchen Sinn derjenige, der den Satz 2x2 = 4 ausspricht, oder niedergeschrieben hat, damit verband, daß er dies gerade jetzt und in diesem Zusammenhang tat, wenn wir ihn mit einer kaufmännischen Kalkulation, einer wissenschaftlichen Demon- stration, einer technischen Berechnung oder einer anderen Handlung befaßt sehen, in deren Zusammenhang nach ihrem uns verständlichen Sinn dieser Satz ,, hinein- gehört", das heißt: einen uns verständlichen Sinn z u s a m m e n h a n g gewinnt (rationales Motivationsverstehen). Wir verstehen das Holzhacken oder Gewehr- anlegen nicht nur aktuell, sondern auch motivationsmäßig, wenn wir wissen, daß der Holzhacker entweder gegen Lohn oder aber für seinen Eigenbedarf oder zu seiner Erholung (rational), oder etwa ,,weil er sich eine Erregung abreagierte" (irrational), oder wenn der Schießende auf Befehl zum Zweck der Hinrichtung oder der Bekämp- fung von Feinden (rstional) oder aus Rache (affektuell, also in diesem Sinn: irrational) diese Handlung vollzieht. Wir verstehen endlich motivationsmäßig den Zorn, wenn wir wissen, daß ihm Eifersucht, gekränkle Eitelkeit, verletzte Ehre zugrunde liegt (affektuell bedingt, also: irrational motivationsmäßig). All dies sind verständ- liche Sinnzusammenhänge, deren Verstehen wir als ein Erklären des tatsächlichen Ablaufs des Handelns ansehen. ,, Erklären" bedeutet also für eine mit dem Sinn des Handelns befaßte Wissenschaft soviel wie: Erfassung des Sinn- zusammenhangs, in den, seinem subjektiv gemeinten Sinn nach, ein aktuell verständliches Handeln hineingehört. (Ueber die kausale Bedeutung dieses ,,Er- klärens" s. Nr. 6.) In all diesen Fällen, auch bei affektuellen Vorgängen, wollen wir den subjektiven Sinn des Geschehens, auch des Sinnzusammenhanges als „ge- meinten" Sinn bezeichnen (darin also über den üblichen Sprachgebrauch hinausgehend, der von ,, Meinen" in diesemVerstand nur bei rationalem und zweckhaft beabsichtigten Handeln zu sprechen pflegt).

6. ,, Verstehen" heißt in all diesen Fällen: deutende Erfassung: a) des im Einzel- fall real gemeinten (bei historischer Betrachtung) oder b) des duichschnittlith und annäherungsweise gemeinten (bei soziologischer Massenbelrachtung) oder c) des für den reinen Typus (Idealtypus) einer häufigen Erscheinung wissen- schaftlich zu konstruierenden (,. idealtypischen") Sinnes oder Sinnzusammenh:ings, Solche idealtypische Konstruktionen sind z. B. die von der reinen Theo?ie der Volks- wirtschaftslehre aufgestellten Begriffe und ,, Gesetze". Sie stellen dar, wie ein be- stimmt geartetes, menschliches Handeln ablaufen würde, wenn es streng zweckrational, durch Irrtum und Affekte ungestört, und wenn es ferner ganz eindeutig nur an einem Zweck (Wirtschaft) orientiert wäre. Das reale Handeln ver- läuft nur in seltenen Fällen (Börse) und auch dann nur annäherungsweise, so wie im Idealtypus konstruiert. (Ueber denZweck solcher Konstruktionen S.Archiv f. Sozialwiss.

Preview chapterPart 3Preview

Aber an diesem Punkt beginnt erst die Arbeit der Soziologie (im hier verstandenen Wortsinn). Wir sind ja bei ,, sozialen Gebilden" (im Gegensatz zu ,, Organismen") in der Lage: über die bloße Feststellung von funktionellen Zusammenhängen und Regeln (,, Gesetzen") hinaus etwas aller ,, Naturwissenschaft" (im Sinn der Aufstellung von Kausalregeln für Geschehnisse und Gebilde und der ,, Erklärung" der Einzelgeschehnisse daraus) ewig Unzugängliches zu leisten: eben das „Ver- stehen" des Verhaltens der beteiligten Einzelnen, während wir das Ver- halten z. B. von Zellen nicht ,, verstehen", sondern nur funktionell erfassen und dann nach Regeln seines Ablaufs feststellen können. Diese Mehrleistung der deutenden gegenüber der beobachtenden Erklärung ist freilich durch den wesentlich hypothetischeren und fragmentarischeren Charakter der durch Deutung zu gewinnen- den Ergebnisse erkauft. Aber dennoch : s i e ist gerade das dem soziologischen Erkennen Spezifische.

Inwieweit auch das Verhalten von Tieren uns sinnhaft ,, verständlich" ist und umgekehrt: — beide? in höchst unsicherm Sinn und problematischem Umfang, — und inwieweit also theoretisch es auch eine Soziologie der Beziehungen des Menschen zu Tieren (Haustieren, Jagdtieren) geben könne (viele Tiere ,, verstehen" Befehl, Zorn, Liebe, Angriffsabsicht und reagieren darauf offenbar vielfach nicht aus- schließlich mechanisch-instinktiv, sondern irgendwie auch bewußt sinnhaft und erfahrungsorientiert), bleibt hier völlig unerörtert. An sich ist das Maß unsrer Ein- fühlbarkeit bei dem Verhalten von „Naturmenschen" nicht wesentlich größer. Wir haben aber sichere Mittel, den subjektiven Sachverhalt beim Tier festzustellen, teils gar- nicht, teils in nur sehr unzulänglicher Art: die Probleme der Tierpsychologie sind be- kanntlich ebensointeressant wie dornenvoll. Es bestehen insbesondere bekannilichTier- vergesellschaftungen der verschiedensten Art: monogam-i und polygame ,, Familien", Herden, Rudel, endhch funktionsteilige „Staaten". (Das Maß der Fünktionsdifferenzie- rung dieser Tiervergesellschaftungen geht keineswegs parallel mit dem Maß der Organ-

8 Kapitel I. Soziologische Grundbegriffe.

oder der morphologischen Entwicklungs-Differenzierung der betreffenden Tiergattung.

So ist die Funktionsdifferenzierung bei den Termiten und sind infolgedessen deren Artefakte weit differenzierter als bei den Ameisen und Bienen). Hier ist selbstver- ständlich die rein funktionale Betrachtung: die Ermittlung der für die Erhaltung d. h. die Ernährung, Verteidigung, Fortpflanzung, Neubildung der betreffenden Tiergesellschaften entscheidenden Funktionen der einzelnen Typen von Individuen („Könige", „Königinnen", „Arbeiter", ,, Soldaten", „Drohnen", ,, Geschlechtstiere", ,, Ersatz-Königinnen" usw.) sehr oft mindestens für jetzt das Definitive, mit dessen Feststellung sich die Forschung begnügen muß. Was darüber hinausging, waren lange Zeit lediglich Spekulationen oder Untersuchungen über das Maß, in welchem Erbgut einerseits, Umwelt andererseits an der Entfaltung dieser ,, sozialen" Anlagen beteiligt sein könnten. (So namentlich die Kontroversen zwischen Weismann — dessen ,, Allmacht der Naturzüchtung" in ihrem Unterbau stark mit ganz außer- empirischen Deduktionen arbeitete — und Götte). Darüber aber, daß es sich bei jener Beschränkung auf die funktionale Erkenntnis eben um ein notgedrungenes und, wie gehofft wird, nur provisorisches Sichbegnügen handelt, ist sich die ernste Forschung natürlich völlig einig. (S. z. B. für den Stand der Termiten-For- schung die Schrift von Escherich 1909). Man möchte eben nicht nur die ziemlich leicht erfaßbare ,, Erhaltungswichtigkeit" der Funktionen jener einzelnen diffe- renzierten Typen einsehen und die Art, wie, ohne Annahme der Vererbung erworbener Eigenschaften oder umgekehrt im Falle dieser Annahme (und dann: bei welcher Art von Deutung dieser Annahme), jene Differenzierung erklärlich ist, dargelegt erhalten, sondern auch wissen: 1. was denn den Ausschlag der Differenzierung aus dem noch neutralen, undifferenzierten, Anfangsindividuum entscheidet, — 2. was das differenzierte Individuum veranlaßt, sich (im Durchschnitt) so zu verhalten wie dies tatsächlich dem Erhaltungsinteresse der differenzierten Gruppe dient. Wo immer die Arbeit in dieser Hinsicht fortschritt, geschah dies durch Nach- weis (oder Vermutung) von chemischen Reizen oder physiologischen Tatbeständen (Ernährungsvorgänge, parasitäre Kastration usw.) bei den Einzel Individuen auf experimentellem Wege. Inwieweit die problematische Hoffnung besteht, ex- perimentell auch die Existenz „psychologischer" und ,, sinnhafter" Orientierung wahrscheinlich zu machen, könnte heute wohl selbst der Fachmann kaum sagen. Ein kontrollierbares Bild der Psyche dieser sozialen Tierindividuen auf der Basis sinn- haften ,,Verstehens" erscheint selbst als ideales Ziel wohl nur in engen Grenze, er- reichbar. Jedenfalls ist nicht von da aus das ,, Verständnis" menschlichen sozialen Handelns zu erwarten, sondern grade umgekehrt: mit menschlichen Analogien wird dort gearbeitet und muß gearbeitet werden. Erwartet darf vielleicht werden: daß diese Analogien uns einmal für die Fragestellung nützlich werden: wie in den Frühstadien der menschlichen sozialen Differenzierung der Bereich rein mecha- nisch-i nstinktiver Differenzierung im Verhältnis zum individuell sinnhaft Ver- ständlichen und weiter zum b e w u ß t rational Geschaffenen einzuschätzen ist.

Table of contents

Inside this edition

  1. 01Part 1
  2. 02Part 2
  3. 03Part 3
  4. 04Part 4
  5. 05Part 5
  6. 06Part 6
  7. 07Part 7
  8. 08Part 8
  9. 09Part 9
  10. 10Part 10
  11. 11Part 11
  12. 12Part 12
  13. 13Part 13
  14. 14Part 14
  15. 15Part 15
  16. 16Part 16
  17. 17Part 17
  18. 18Part 18
  19. 19Part 19
  20. 20Part 20
  21. 21Part 21
  22. 22Part 22
  23. 23Part 23
  24. 24Part 24
  25. 25Part 25
  26. 26Part 26
  27. 27Part 27
  28. 28Part 28
  29. 29Part 29
  30. 30Part 30
  31. 31Part 31
  32. 32Part 32
  33. 33Part 33
  34. 34Part 34
  35. 35Part 35
  36. 36Part 36
  37. 37Part 37
  38. 38Part 38
  39. 39Part 39
  40. 40Part 40
  41. 41Part 41
  42. 42Part 42
  43. 43Part 43
  44. 44Part 44
  45. 45Part 45
  46. 46Part 46
  47. 47Part 47
  48. 48Part 48
  49. 49Part 49
  50. 50Part 50
  51. 51Part 51
  52. 52Part 52
  53. 53Part 53
  54. 54Part 54
  55. 55Part 55
  56. 56Part 56
  57. 57Part 57
  58. 58Part 58
  59. 59Part 59
  60. 60Part 60
  61. 61Part 61
  62. 62Part 62
  63. 63Part 63
  64. 64Part 64
  65. 65Part 65
  66. 66Part 66
  67. 67Part 67
  68. 68Part 68
  69. 69Part 69
  70. 70Part 70
  71. 71Part 71
  72. 72Part 72
  73. 73Part 73
  74. 74Part 74
  75. 75Part 75
  76. 76Part 76
  77. 77Part 77
  78. 78Part 78
  79. 79Part 79
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  82. 82Part 82
  83. 83Part 83
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  92. 92Part 92
  93. 93Part 93
  94. 94Part 94
  95. 95Part 95
  96. 96Part 96
  97. 97Part 97
  98. 98Part 98
  99. 99Part 99
  100. 100Part 100
  101. 101Part 101
  102. 102Part 102
  103. 103Part 103
  104. 104Part 104
  105. 105Part 105
  106. 106Part 106
  107. 107Part 107
  108. 108Part 108
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  110. 110Part 110
  111. 111Part 111
  112. 112Part 112
  113. 113Part 113
  114. 114Part 114
  115. 115Part 115
  116. 116Part 116
  117. 117Part 117
  118. 118Part 118
  119. 119Part 119
  120. 120Part 120
  121. 121Part 121
  122. 122Part 122
  123. 123Part 123
  124. 124Part 124
  125. 125Part 125
  126. 126Part 126
  127. 127Part 127
  128. 128Part 128
  129. 129Part 129
  130. 130Part 130
  131. 131Part 131
  132. 132Part 132
  133. 133Part 133
  134. 134Part 134
  135. 135Part 135
  136. 136Part 136
  137. 137Part 137
  138. 138Part 138
  139. 139Part 139
  140. 140Part 140
  141. 141Part 141
  142. 142Part 142
  143. 143Part 143
  144. 144Part 144
  145. 145Part 145
  146. 146Part 146
  147. 147Part 147
  148. 148Part 148
  149. 149Part 149
  150. 150Part 150
  151. 151Part 151
  152. 152Part 152
  153. 153Part 153
  154. 154Part 154
  155. 155Part 155
  156. 156Part 156
  157. 157Part 157
  158. 158Part 158
  159. 159Part 159
  160. 160Part 160
  161. 161Part 161
  162. 162Part 162
  163. 163Part 163
  164. 164Part 164
  165. 165Part 165
  166. 166Part 166
  167. 167Part 167

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